Worum geht es beim Projekt Schuldenfrei?

2019 haben wir unser Haus gebaut und uns damit – wie so viele – für Jahrzehnte an die Bank gebunden. Die klassische deutsche Mentalität sagt jetzt: „Zahl deine Schulden so schnell wie möglich ab! Jeder freie Euro gehört in die Sondertilgung!“ – genau die zusätzliche Sondertilgung mache ich nicht. Die normale, vertraglich vereinbarte Tilgungsrate meines Annuitätendarlehens zahle ich natürlich ganz regulär weiter; ich zahle also nicht weniger Kredit ab, sondern verzichte nur auf freiwillige Extra-Zahlungen obendrauf.

Ich habe mich für einen Weg entschieden, der auf reiner Mathematik und dem Streben nach echter Freiheit basiert: Ich baue parallel zu meinem Hauskredit ein breit diversifiziertes Investment-Portfolio aus ETFs, Dividenden-Aktien, P2P-Krediten, Kryptoanlagen und einem Options-Depot auf. Die genaue Aufteilung und alle Details dazu findest du auf der Seite Strategie / Portfolio.

Warum? Wegen des Zinsdifferenzgeschäfts. Mein Hauskredit kostet mich günstige 2,33 % Zinsen. Mein Portfolio liefert seit 2021 jedoch einen mit Portfolio Performance berechneten internen Zinsfuß (IRR) von 11,82 %. Stecke ich mein Geld in die Bank, „spare” ich 2,33 %. Stecke ich es in mein Depot, wächst es um fast 12 %. Das ist mein Freiheits-Hebel.

Wie diese Entscheidung ganz allgemein für deine Baufinanzierung aussehen könnte – auch bei den heute üblichen 3,5 % statt meiner 2,33 % – erkläre ich im Artikel Sondertilgung oder Investieren?. Mit dem Sondertilgungsrechner kannst du das direkt mit deinen eigenen Zahlen durchrechnen – inklusive einer optionalen Absicherung des Portfolios kurz vor Ende deiner Zinsbindung.

Das Besondere an diesem Duell: Bis Juli 2026 lagen meine regelmäßige Sparrate von 1.750 € und meine Rate an die Bank von 1.620,04 € fast gleichauf – ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen, in einzelnen Monaten durch Sondereffekte wie Steuererstattung oder Bonuszahlung auch darüber. Seit August 2026 liegt die Sparrate deutlich darunter, weil nach einem ungeplanten Autokauf der Wiederaufbau unseres Notgroschens Vorrang hat (mehr dazu weiter unten). Mein Ziel ist der Tag, an dem mein Portfolio die Restschuld überholt. Ab diesem Moment bin ich theoretisch schuldenfrei – behalte aber mein Geld und meine volle Flexibilität. Wenn du mehr über mich und meinen Hintergrund erfahren möchtest, findest du das auf meiner Über-mich-Seite.

Video zum Projekt Schuldenfrei

Keine Lust zu lesen? Dieses kurze Video fasst die gesamte Strategie hinter meinem Projekt Schuldenfrei zusammen.

Transparenz-Hinweis: Dieses Video wurde als Experiment mit NotebookLM (KI) aus dieser Seite generiert, um die Technologie zu testen – keine echte Sprachaufnahme von mir.

Zahlen auf einen Blick

Start-Restschuld (2019)

371.500,00 €

Der Schuldenberg direkt nach dem Hausbau – der Startpunkt dieses Projekts.

Aktuelle Restschuld

289.679,81 €

Das verbleibende Ziel. Durch die reguläre Tilgung sinkt dieser Wert langsam, aber stetig.

Aktuelles Portfolio

186.768,66 €

Meine Cashflow-Maschine. Aufgebaut aus dem Nichts nach dem Hausbau – durch Disziplin und Reinvestitionen.

Deckungsgrad

64,5 %

Der wichtigste Wert! Er zeigt, dass ich mein Haus heute schon zu über der Hälfte auf einen Schlag abbezahlen könnte.

Aktueller Abstand (Gap)

102.911,15 €

Differenz zwischen Restschuld und Portfolio-Wert.

Zinsdifferenz

9,8 %-Punkte

Der Motor des Projekts: Mein Kredit kostet etwa 2,33 % Zinsen, während mein Portfolio seit 2021 mit rund 12,10 % dagegenarbeitet.

Sparrate & Tilgung

Sparen: 700,00 € / Monat
Tilgung: 1.620,04 € / Monat

Die Sparrate setzt sich zusammen aus 450,00 € ETF-Sparplänen bei ING, 150,00 € ins Scalable-Depot (überwiegend aus reinvestierten Dividenden gespeist, also nicht komplett frisches Geld) und 100,00 € in Bitcoin/Ethereum.
Wichtig: Bis Juli 2026 lag sie bei 1.750,00 € und damit fast gleichauf mit der Tilgung. Seit August ist sie reduziert – siehe Warum meine Sparrate gerade sinkt.

Warum meine Sparrate gerade sinkt

Im August hatte unser Auto einen Motorschaden. Meine Frau und ich mussten kurzfristig einen Gebrauchtwagen kaufen – eine Ausgabe, die in keiner Planung stand und unseren Notgroschen stark dezimiert hat.

Deshalb sieht mein Plan für die kommenden Monate anders aus als sonst: Der Wiederaufbau der Rücklage hat Vorrang vor der Sparrate. Konkret habe ich seit August meine ETF-Sparpläne bei der ING von 1.500 € auf 450 € zurückgenommen. Unverändert weiter laufen dagegen die 150 € ins Scalable-Depot – die speisen sich ohnehin größtenteils aus reinvestierten Dividenden – und die 100 € in Bitcoin und Ethereum. Unter dem Strich fließen damit aktuell 700 € statt 1.750 € pro Monat in meine Anlagen, bis der Notgroschen wieder auf dem Niveau ist, mit dem wir uns wohlfühlen.

Ganz gestoppt habe ich das Investieren aber bewusst nicht – eine verringerte Rate fließt weiterhin in meine gewohnten ETFs. Dahinter stecken zwei Überlegungen: Zum einen bleibt der Automatismus erhalten, und einen pausierten Sparplan wieder anzuwerfen ist erfahrungsgemäß schwerer, als ihn kleiner weiterlaufen zu lassen. Zum anderen kaufe ich so weiter Anteile, unabhängig davon, wo der Markt gerade steht.

Für dieses Projekt bedeutet das: Die grüne Linie wird in den nächsten Monaten flacher steigen. Das ist aber kein Rückschlag, sondern exakt der Zweck eines Notgroschens. Er hat verhindert, dass wir für das Auto Anteile verkaufen oder einen teuren Ratenkredit aufnehmen mussten. Genau dafür ist er da – und deshalb hat sein Wiederaufbau jetzt Vorrang vor jedem zusätzlichen ETF-Anteil.

Grafik: Portfolio vs. Restschuld

Der aktuelle Spielstand im Wettlauf gegen die Bank lässt sich am besten durch drei verschiedene Perspektiven verstehen:

Der Deckungsgrad (Fortschritt): Der grüne Balken zeigt dir, wie viel Prozent meines Hauses ich heute bereits theoretisch besitzen würde, wenn ich mein gesamtes Portfolio sofort für eine Tilgung nutzen würde. Aktuell liegt dieser Wert bei rund 64,5 %.

Die verbleibende Restschuld (Herausforderung): Der zweite Balken macht die Größe der Aufgabe deutlich. Von der ursprünglichen Kreditsumme in Höhe von 371.500,00 € sind heute noch rund289.679,81 € offen. Alleine über die reguläre Tilgung würde es noch Jahrzehnte dauern, diesen Balken auf Null zu bringen.

Der Weg zum Crossover (Prognose): In der Grafik des zeitlichen Verlaufs siehst du die Entwicklung von 2019 bis heute sowie die Prognose bis 2035. Während die rote Linie (Schulden) nur langsam sinkt, sorgt die Kombination aus Sparrate und Zinseszins dafür, dass die grüne Linie (Portfolio) deutlich steiler ansteigt. Unser Ziel ist der Schnittpunkt dieser beiden Linien – der Crossover-Point. Auf Basis der echten Werte bis August 2026 und dem seit Januar 2026 gepflegten monatlichen Trend liegt die rechnerische Prognose aktuell bei März 2028.

Deckungsgrad heute64,5 %
0 %50 %100 %
Restschuld 2019 vs. heute371.500,00 € → 289.679,81 €

Verlauf von Restschuld und Portfolio 2019–2035

Durchgezogene Linien für Restschuld und Depotwert, historische Werte bis 2025 und eine einfache lineare Prognose bis 2035.0 €162.500 €325.000 €487.500 €650.000 €Betrag in €2019202020222024202620282030203220342035
Restschuld (inkl. Prognose)
Portfolio-Wert (inkl. Prognose)

Bis einschließlich 2025 sind echte Jahresendwerte eingezeichnet, ab 2026 eine einfache lineare Fortschreibung auf Basis der bisherigen Entwicklung.

Grafik: Passive Einnahmen vs. Kreditrate

Wer zahlt eigentlich mein Haus? (Der Freiheits-Grad)

Das große Endziel (Portfolio > Restschuld) liegt noch ein paar Jahre in der Zukunft. Aber diese Grafik zeigt, warum dieses Projekt schon heute meine Lebensqualität massiv steigert.

Jeden Monat fordert die Bank ihre 1.620,04 €. Doch diese Last trage ich längst nicht mehr allein aus meinem Angestellten-Gehalt. Meine Investments generieren jeden Monat passives Einkommen durch Dividenden und P2P-Zinsen.

Schau dir die Rekordmonate an: 2025 lag der stärkste Monat im Juli 2025 bei 599,36 € – diesen Rekord habe ich 2026 längst geknackt: Im Juli 2026 kamen 903,63 € aus Dividenden und P2P-Zinsen zusammen, mein bisher stärkster Monat überhaupt. Rechnerisch hätte dieser eine Monat damit bereits 55,8 % meiner kompletten monatlichen Kreditrate getragen – auch wenn so ein Ausreißer natürlich nicht jeden Monat drin ist.

Genauso spannend ist der Blick auf den Durchschnitt: 2025 kam ich im Schnitt auf 363,61 € passives Einkommen pro Monat (22,4 % der Kreditrate), 2026 liegt der bisherige Monatsschnitt bereits bei 461,76 € (28,5 % der Kreditrate) – ein klarer Fortschritt Jahr für Jahr.

Die Werte für diese Grafik stammen direkt aus meinen echten Cashflows auf den Seiten Dividendeneinnahmen und P2P-Einnahmen für September 2025 bis August 2026. Mein Geld geht für mich arbeiten, damit ich das irgendwann nicht mehr muss.

Zeitraum:
Label-Typ:
Monatliche passive Einnahmen (Dividenden + P2P) im Vergleich zur Kreditrate und mit Durchschnittslinien je Jahr.0 €425 €850 €1.275 €1.700 €Einnahmen pro Monat in €20 %32 %19 %18 %32 %17 %20 %38 %20 %22 %56 %23 %SepOktNovDezJanFebMärAprMaiJunJulAug20252026
Dividenden
P2P-Zinsen
Monatliche Kreditrate
Durchschnitt 2025
Durchschnitt 2026

Monatliche Updates: Portfolio vs. Restschuld

Hier halte ich fest, wie sich Portfolio und Restschuld Monat für Monat entwickeln. So kannst du den Weg zum „Crossover-Point“ – also dem Zeitpunkt, an dem das Portfolio die Restschuld überholt – live mitverfolgen.

MonatPortfolio-WertRestschuld (gesamt)Abstand (Gap)Deckungsquote
Januar 2026156.282,72 €298.094,53 €141.811,81 €52,4 %
Februar 2026156.571,93 €297.027,09 €140.455,16 €52,7 %
März 2026153.878,61 €295.957,68 €142.079,07 €52,0 %
April 2026165.093,26 €294.886,28 €129.793,02 €56,0 %
Mai 2026174.715,87 €292.938,34 €118.222,47 €59,6 %
Juni 2026178.891,90 €291.854,14 €112.962,24 €61,3 %
Juli 2026182.265,97 €290.767,96 €108.501,99 €62,7 %
August 2026186.768,66 €289.679,81 €102.911,15 €64,5 %
Zukünftig ergänze ich hier jeden Monat eine neue Zeile, damit du die Entwicklung Schritt für Schritt verfolgen kannst.

Der Motor: Cashflow, P2P-Zinsen und eiserne Disziplin

Wie wächst das Portfolio so schnell? Neben der monatlichen Sparrate ist die konsequente Reinvestition (Zinseszins) mein größter Turbo – und gerade in einer Phase mit reduzierter Sparrate zeigt sich, wie viel davon das Portfolio inzwischen aus eigener Kraft leistet.

Meine Strategie ist ein Mix aus Sicherheit und gezielter Offensive: Das Fundament bilden ausschüttende ETFs und Dividenden-Aktien. Den nötigen Rendite-Kick hole ich mir über P2P-Kredite und den Optionshandel.

Mein Sicherheits-Mechanismus: Um Risiken zu managen, lasse ich meine P2P-Zinsen nicht blind weiterlaufen. Ich ziehe aktuell jeden Monat gezielt Gewinne (ca. 100 €) von Plattformen wie Mintos und Swaper ab und schichte sie in meine breiten ETFs um. So finanziere ich den sicheren Hafen mit dem Geld aus dem Risiko-Baustein.

🔗 Willst du wissen, welche P2P-Plattformen ich nutze? Hier geht es zu meinen P2P-Einnahmen.

Panda-Fazit & Ausblick

Mit einem Deckungsgrad von aktuell 64,5 % habe ich das Bergfest bereits hinter mir. Wenn die Börse mitspielt und die Reinvestitionen weiterlaufen, werde ich den magischen Crossover-Point nach aktuellem Trend voraussichtlich im März 2028 erreichen. Diese Prognose rechnet mit dem tatsächlichen Verlauf meiner Monatswerte – die aktuell reduzierte Sparrate fließt also automatisch mit ein, sobald sie sich in den Zahlen niederschlägt. Sie kann den Termin nach hinten verschieben.

Die wichtigste Erkenntnis bisher: Es geht nicht nur um Geld, es geht um das Gefühl der Kontrolle. Schulden müssen keine Fessel sein, wenn man einen Plan hat, der größer ist als der Kreditvertrag.

Jeden Monat trage ich hier die neuen Zahlen ein. Setz dir ein Lesezeichen für diese Seite und begleite mich auf dem Weg zum Crossover!